MRT der Prostata
Multiparametrisches Prostata-MRT (mpMRT) zur präzisen Diagnostik.
Ein MRT der Prostata (Magnetresonanztomographie) ermöglicht eine hochauflösende und strahlungsfreie Bildgebung der Prostata sowie der umliegenden Strukturen im Becken. Mithilfe eines 3-Tesla-MRTs entstehen detailreiche Aufnahmen und Bilder, die eine präzise Beurteilung der Form, Größe und Gewebestruktur der Prostata ermöglichen. Besonders das multiparametrische MRT (mpMRT) ist ein etabliertes Verfahren zur frühzeitigen Erkennung und gezielten Beurteilung von Veränderungen oder einem möglichen Tumor der Prostata.
Die Untersuchung wird insbesondere Patienten mit einem erhöhten PSA-Wert, einem auffälligen Tastbefund oder im Rahmen der weiteren Abklärung nach einer bereits erfolgten Biopsie empfohlen. Die gewonnenen Bilder unterstützen Urologen dabei, das individuelle Risiko eines klinisch relevanten Prostatakarzinoms einzuschätzen und in vielen Fällen zu entscheiden, ob eine weitere Biopsie erforderlich ist.
3-Tesla-MRT für die Prostata
Die Untersuchung erfolgt an einem Siemens MAGNETOM Skyra mit 3 Tesla Feldstärke – ohne Endorektalspule. Die Befundung des Prostata-MRT erfolgt nach dem international etablierten PI-RADS-System (Prostate Imaging Reporting and Data System) durch Dr. Thomas Zadow-Eulerich und Dr. Claudia Mohr.
Beide Radiologen verfügen über eine langjährige und umfassende Expertise in der Prostata-MRT. Sie beurteilen die Untersuchungen regelmäßig gemeinsam und besitzen das Q2-Zertifikat „MRT der Prostata“ der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG).
Beim PI-RADS-System werden auffällige Bereiche der Prostata anhand einer standardisierten Skala von PI-RADS 1 bis PI-RADS 5 bewertet. Ein höherer PI-RADS-Wert weist auf eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine klinisch relevante Veränderung hin. Die Bewertung unterstützt die weitere diagnostische Planung und hilft beispielsweise bei der Entscheidung, ob eine Biopsie erforderlich ist und welche Bereiche gezielt untersucht werden sollten.
Prostata MRT Kosten
Die Kostenübernahme eines Prostata-MRT hängt von der individuellen Situation und der Versicherung ab.
Für Privatversicherte erfolgt die Abrechnung in der Regel nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Bei gesetzlich Versicherten ist ein Prostata-MRT häufig eine Selbstzahlerleistung (IGeL), sofern keine spezielle medizinische Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfüllt ist. In bestimmten Situationen, beispielsweise vor einer erneuten Biopsie, kann eine Kostenübernahme möglich sein.
Gerne informieren wir Sie vor der Untersuchung transparent über die entstehenden Kosten.
Überweisung / Termin
Für eine Untersuchung in unserer Privatpraxis ist in der Regel keine Überweisung durch einen Vertragsarzt erforderlich. Eine ärztliche Empfehlung oder Vorbefunde, beispielsweise PSA-Werte oder frühere Untersuchungen, können für die Beurteilung hilfreich sein.
Auf Wunsch stellen wir den Befund und die Bilddaten Ihrem behandelnden Urologen zur Verfügung. Dadurch kann die weitere Diagnostik und Therapieplanung gezielt abgestimmt werden.
Vereinbaren Sie Ihren MRT-Termin ganz bequem online über Doctolib.
Alternativ können Sie Ihre Anfrage jederzeit über unsere Online-Rezeption stellen oder Ihren Termin telefonisch mit unserem Team abstimmen.
Informationen zum MRT der Prostata
Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Prostatakrebs. Ein multiparametrisches MRT (mpMRT) der Prostata kann zeigen, ob eine Prostatabiopsie notwendig ist – und falls ja, welche Bereiche gezielt untersucht werden sollten.
Mithilfe modernster MRT-Technologie können unter anderem folgende Strukturen detailliert beurteilt werden:
- Prostata
- Prostatakapsel
- periphere und zentrale Prostatazonen
- Samenblasen
- Harnblase
- Lymphknoten im Beckenbereich
- angrenzende Weichteile
- Beckenstrukturen
Ein Prostata-MRT (mpMRT) wird eingesetzt, wenn eine genauere Beurteilung der Prostata erforderlich ist. Häufig ist ein erhöhter PSA-Wert der Anlass für eine weiterführende Diagnostik. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Ob ein MRT sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom PSA-Verlauf, Alter, Untersuchungsergebnissen und der individuellen Risikosituation.
Ein Prostata-MRT kann unter anderem sinnvoll sein bei:
- erhöhten PSA-Werten oder auffälligen Veränderungen des PSA-Verlaufs
- auffälligen Befunden bei der Tastuntersuchung
- Verdacht auf Prostatakrebs
- der Planung einer Prostata-Biopsie
- Verlaufskontrollen bei bekannten Prostataerkrankungen
- Kontrollen nach Therapie oder Operation
- unklaren Beschwerden im Beckenbereich
Die Untersuchung unterstützt die weitere diagnostische Planung und hilft dabei, auffällige Bereiche gezielt zu beurteilen.
Ein MRT der Prostata kann unter anderem zur Diagnose oder Beurteilung folgender Erkrankungen beitragen:
- Prostatakrebs (Prostatakarzinom)
- klinisch relevante Tumorveränderungen der Prostata
- gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)
- Entzündungen der Prostata (Prostatitis)
- Veränderungen der Samenblasen
- Befall von Lymphknoten oder angrenzenden Strukturen bei Tumorerkrankungen
- Befundung durch DRG-Q2-zertifizierte Radiologen
- Untersuchung ohne Endorektalspule
- Befundung nach PI-RADS
- über 100 Prostata-MRTs jährlich
Vor der Untersuchung erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Vorbereitung. Während des Prostata-MRT liegen Sie bequem auf der MRT-Liege. Es werden mehrere hochauflösende Aufnahmen der Prostata und der umliegenden Strukturen erstellt. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 30–45 Minuten und ist schmerzfrei.
Viele Patienten sorgen sich vor einer MRT-Untersuchung wegen der Enge oder der Geräusche. Unser Team begleitet Sie während der gesamten Untersuchung und steht Ihnen jederzeit zur Seite. Die typischen Klopfgeräusche des MRT werden durch Gehörschutz reduziert. Die Untersuchung erfolgt an unserem 3-Tesla-MRT ohne Endorektalspule.
Für ein MRT der Prostata kann es sinnvoll sein, einige Stunden vor der Untersuchung auf größere Mahlzeiten zu verzichten. Bitte informieren Sie uns vor der Untersuchung über implantierte medizinische Geräte oder Metallimplantate. Bei Untersuchungen des Beckens bitten wir Patientinnen, uns über eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft vorab zu informieren.
Sollte ein Kontrastmittel erforderlich sein, erhalten Sie hierzu vorab alle wichtigen Informationen.
Alle unsere Ärzte zeichnen sich durch langjährige Erfahrung aus.
Wir betreuen Sie weiterhin auf höchstem Niveau.
Ihre Vorteile im Metamedicum
Im Metamedicum profitieren Sie von modernster Medizintechnik, kurzen Wartezeiten und einer persönlichen Betreuung. Unsere erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte für Radiologie arbeiten mit einem hochmodernen 3-Tesla-MRT und Low-Dose-CT, um eine präzise Diagnostik auf höchstem medizinischem Niveau zu gewährleisten.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Modernes 3-Tesla-MRT für hochauflösende Bildqualität
- Low-Dose-CT mit möglichst geringer Strahlenbelastung
- Erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte für Radiologie
- Zeitnahe Terminvergabe
- Präzise und verständliche Befundung
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kardiologie, Gastroenterologie und weiteren Fachbereichen
- Zentrale Lage in Essen mit guter Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten